Berichte

12.10.2014

Kir­chen­chor „Cä­ci­lia” sorgt für ein kir­chen­mu­si­ka­li­sches High­light in Sos­sen­heim

Am Sonn­tag, 12. Ok­to­ber fei­er­te Schwes­ter Aga­tha von der Or­dens­ge­mein­schaft „Töch­ter der gött­li­chen Lie­be” ihr 25-jäh­ri­ges Or­dens­ju­bi­lä­um. Die Ge­mein­de St. Mi­cha­el hat­te un­se­ren Kir­chen­chor „Cä­ci­lia” da­zu ein­ge­la­den, um den Fest­got­tes­dienst mu­si­ka­lisch mit­zu­ge­stal­ten. Zu Ge­hör ge­bracht wur­den da­bei die Mes­se So­len­nel­le von Lou­is Vier­ne und der Psalm 150 von Cé­sar Franck. Die Mes­se So­len­nel­le hat­te Lou­is Vier­ne im Jah­re 1899 für zwei Or­geln kom­po­niert. Die Ur­auf­füh­rung der Mes­se fand 1901 in der Kir­che Saint-Sul­pi­ce in Pa­ris statt, wo­bei Char­les-Ma­rie Wi­dor, der hier als Or­ga­nist tä­tig war, die Haupt­or­gel spiel­te und sein Schü­ler Lou­is Vier­ne den Chor auf der Chor­or­gel be­gleitete. Die Ver­to­nung des Psalm 150 von Cé­sar Franck, der eben­falls ein Leh­rer Vier­nes war, stammt aus dem Jahr 1884 und wur­de eben­falls in Pa­ris ur­auf­geführt.

Un­ser Chor sang die­se Stüc­ke un­ter der mu­si­ka­li­schen Lei­tung von Bernd Pi­chel­mann. Be­glei­tet wur­de er da­bei an der Orgel von Ste­fan Dörr, der das ur­sprüng­lich für zwei Or­geln vor­ge­se­he­ne Werk von Lou­is Vier­ne für ei­ne Orgel ar­ran­giert hatte.

Als be­son­de­rer Kon­trast zu die­sem Chor­ge­sang er­klan­gen im Got­tes­dienst je­doch auch afri­ka­ni­sche Ge­sän­ge und Trom­mel­klän­ge aus der Hei­mat der Schwes­tern, de­ren Mut­ter­haus in Ni­ge­ria steht. Die ty­pisch afri­ka­ni­sche Glau­bens­freu­de und die von Trom­meln be­glei­te­ten Ge­sän­ge mach­ten die Fei­er zu ei­nem bun­ten und le­ben­di­gen Zeug­nis der Viel­fäl­tig­keit un­se­res Glau­bens und der ver­schie­de­nen Spi­ri­tua­li­tä­ten in un­se­rer Kirche.

Der ein­drucks­vol­le Got­tes­dienst en­de­te schließ­lich mit gro­ßem Ap­plaus nach ein­drei­vier­tel Stunden.

Ulrich von Janta Lipinski