Berichte

26.12.2015

Be­geis­tern­der Auf­tritt der „Cä­ci­lia“

Am 26. De­zem­ber 2015, dem zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag, ge­stal­te­te der Kir­chen­chor „Cä­ci­lia“ zur Um­rah­mung des Got­tes­diens­tes um 11:00 Uhr wie­der ein fest­li­ches Kon­zert mit gro­ßem Orchester.

Auf­ge­führt wur­den die zwei Ein­gangs­chö­re zum ers­ten („Jauch­zet, froh­lo­cket, auf prei­set die Ta­ge“) und vier­ten Teil („Fallt mit Dan­ken, fallt mit Lo­ben“) des Weih­nachts­ora­to­ri­ums von Jo­hann Se­bas­tian Bach.

Das „Jauch­zet, froh­lo­cket, auf prei­set die Ta­ge“ ist mit Si­cher­heit die ein­drucks­volls­te und be­kann­tes­te, aber auch an­spruchs­volls-te weih­nacht­li­che Chor­kom­position über­haupt. Fan­fa­ren von drei Trom­pe­ten und Pau­ken so­wie ra­san­te Läu­fe der Streich- und Holz­blas­ins­tru­men­te um­spie­len die ein­drucks­vol­len Chor­rufe „Jauch­zet!“, „Froh­lo­cket!“ sowie „Las­set das Za­gen!“ und „Ver­ban­net die Kla­ge!“. Kein Zu­hö­rer konn­te sich dem ent­zie­hen und wur­de weih­nacht­lich ein­gestimmt. Aus dem glei­chen Werk stammt auch das „Fallt mit Dan­ken, fallt mit Lo­ben“ mit sei­nem wie­gen­den Cha­rak­ter und sei­nen kon­zer­tie­ren­den Obo­en und Hörnern.

Wäh­rend das ers­te Stück zum Weih­nachts­ge­sche­hen hin­führt mit der Auf­for­de­rung die Ta­ge zu prei­sen und zu rüh­men, was der Herr „heu­te ge­tan“ hat, er­mun­tert das Chor­stück zum vier­ten Teil, Gott zu dan­ken, weil sein Sohn Hei­land und Er­lö­ser sein will.

Er­gänzt wur­de die Auf­füh­rung durch zwei Chor­stü­cke von Ge­org Fried­rich Hän­del, dem Lied „Toch­ter Zi­on“, in dem die al­le­go­ri­sche Per­son Zi­on – das per­so­ni­fi­zier­te Je­ru­sa­lem – auf­ge­ru­fen wird, sich dar­über zu freu­en, dass der in den fol­gen­den Stro­phen um­ju­bel­te Sohn Da­vids zu ihr kommt. Hör­ner und Flö­ten be­glei­ten die Frau­en­chö­re in den ers­ten bei­den Stro­phen von „Toch­ter Zi­on, freue dich“. In der ab­schlie­ßen­den drit­ten Stro­phe stim­men dann al­le Stim­men von Chor und Or­ches­ter ein in das „Ho­si­an­na, Da­vids Sohn“.

Der Ti­tel „Singt un­serm Gott“ aus dem Schluss­akt des Ora­to­ri­ums „Ju­das Mak­ka­bä­us“ ver­mit­telt fest­li­che Stimm­ung in der für Hän­del ty­pi­schen Eleganz.

Der Got­tes­dienst war gut be­sucht, und die Dar­bie­tung des Cho­res wur­de mit gro­ßem Bei­fall und be­geis­ter­ten Kom­men­ta­ren be­dacht.

Theo Christ